Gerade nach so einem speziellen Jahr, wie 2020 es war, verspüren viele den Drang, 2021 erst recht alles niederzureißen. Mit Vollgas ins neue Jahr. Höher, schneller, weiter. 2020 haben wir schließlich genug verpasst. Ich habe mir in den Weihnachtsfeiertagen viele Gedanken dazu gemacht und beschlossen, da nicht mitzumachen. Denn wie soll ich den Nagel auf den Kopf Ihrer Kunden treffen, wenn ich nicht mal weiß, wo mir der eigene steht.

In Sachen Tempo für 2021 wurde ich in letzter Zeit jedenfalls des Öfteren an meinen Tag auf der Rennstrecke im letzten Oktober erinnert…

 

Auf die Rennstrecke, fertig, los

Der ein oder andere von Ihnen mag schon mitbekommen haben, dass ich eine gewisse Leidenschaft für schnelle Autos hege. Und am liebsten fahre ich selbst, statt nur zuzusehen.

Im Oktober letzten Jahres habe ich mir zwischen zwei Lockdowns endlich einen Traum erfüllt und am Ladies Race Day am Red Bull Ring in Spielberg teilgenommen. Ein toller Tag voller PS-Power von Frauen für Frauen. Ich muss sagen, dass ich eigentlich kein Fan von geschlechter-exklusiven Veranstaltungen bin, aber das Grundkonzept des Ladies Race Day hat mich überzeugt. So ging es schließlich mit großer Vorfreude und ein bisschen aufgeregtem Magengrummeln auf die Rennstrecke. Und ich habe mehr dabei gelernt, als ich ursprünglich dachte.

 

Wer später bremst, ist länger schnell

Auf der Rennstrecke gibts nur ein Gas: Vollgas. Oder? Die klare Antwort: Jein.

Natürlich muss man auch mal richtig aufs Gas steigen, um ganz vorne dabei zu sein. Das aber zur richtigen Zeit, in der richtigen Dosis und mit dem richtigen Ziel. Gehe ich vor der engen Kurve nicht vom Gas, fliege ich mit Pauken und Trompeten aus der Bahn.

Genau so kann einen zu hohes Tempo auch im wahren Leben aus der Bahn werfen. Es kommt also drauf an, die eigenen Kräfte mit Bedacht zur richtigen Zeit am richtigen Ort einzusetzen. Das ist mal ein Neujahrsvorsatz, mit dem ich super leben kann. Denn Sie als Kunde haben ja auch nichts von mir, wenn ich total ausgebrannt aus dem letzten Loch pfeife.

 

(Auch) auf sich selbst achten

Ich möchte kurz von der Rennstrecke in die Luft wechseln, weil ich den Vergleich einfach so treffend finde. Wahrscheinlich kennen Sie das aus dem Flugzeug: In einer Notlage muss man erst sich selbst die Sauerstoffmaske aufsetzen, bevor man anderen hilft. Logisch. Denn wenn man nach kurzer Zeit wegen akutem Sauerstoffmangel ohnmächtig wird, kann man niemand anderem mehr helfen.

In unserem täglichen Leben verhält es sich ähnlich. Wenn es uns nicht gut geht und wir uns selbst vernachlässigen, können wir auch nicht für andere da sein. Weder beruflich noch privat. Und trotzdem empfinden wir es nicht unbedingt als logisch, im Alltag auf uns selbst zu achten. Man will ja schließlich nicht egoistisch wirken.

Aber auch da hat mir die Rennstrecke noch einmal vor Augen geführt, dass ich mich selbst nicht vergessen darf. Achte ich nicht auf mich und darauf, dass ich körperlich und mental voll da bin, fahre ich das Ding an die Wand. Im wahrsten Sinne des Wortes. Und im schlimmsten Fall ziehe ich auch noch andere mit hinein. 

Gemeinsam sind wir stark

Hilfe und Rat anzunehmen fällt vielen von uns oft nicht leicht.

Beim Ladies Race Day durchliefen wir Teilnehmerinnen ganz unterschiedliche PS-Stationen. Von der Hochgeschwindigkeit auf der Rennstrecke über Drift-Training im rutschigen Kreisel bis hin zur Geschicklichkeitsprobe auf einem Offroad-Parcours war alles dabei. Für die meisten Teilnehmerinnen war das alles komplett neu. Mich eingeschlossen.

Ich habe mich also definitiv außerhalb meiner Komfortzone bewegt, musste neue Dinge versuchen, mutig sein und über mich hinauswachsen. Ohne den Rat der erfahrenen Renninstruktorinnen und dem Zuspruch meiner Mitstreiterinnen hätte ich das nicht geschafft. Der Zusammenhalt hat uns alle stark gemacht.

Was ich daraus für 2021 mitnehme? Trauen wir uns, nach Hilfe zu fragen und guten Rat anzunehmen. Denn oft braucht es nur einen kleinen Gedankenanstoß, um die Lösung zu finden und Großes zu schaffen.

In diesem Sinne habe ich mir es nicht zum Ziel gesetzt, 2021 in Höchstgeschwindigkeit hinter mich zu bringen. Ich möchte meine Kräfte bewusst einsetzen, noch mehr tolle Menschen und KundInnen kennenlernen, nicht aufhören dazuzulernen und weiterhin in der Kommunikation den Nagel auf Ihren und den Kopf Ihrer Kunden treffen.

Ich wünsche Ihnen ein gesundes, glückliches und erfolgreiches funklnaglneues Jahr!

Fragen, Anliegen, Ideen? Reden wir d'rüber.

Ich freue mich, von Ihnen zu hören.

 

hallo@funklnaglneu.at

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